Glossar
Triathlon-Fachbegriffe verständlich erklärt.
1
A
Abschlagschwimmen
SchwimmenTechnikübung: Ein Arm wartet vorn, bis der andere „abschlägt“ — erzwingt langen Zug und gute Streckung.
Aero-Helm
MaterialAerodynamischer Helm mit langem oder kurzem Heck zur Reduktion des Luftwiderstands.
Aero-Position
RadfahrenStark vorgebeugte Sitzposition zur Minimierung des Luftwiderstands.
Aerobe Kapazität
TrainingFähigkeit, Energie über Sauerstoffverwertung bereitzustellen — wesentlich für Ausdauerleistung.
Aktive Erholung
RegenerationLockere Bewegung statt Couch am Tag nach harter Belastung — fördert Durchblutung ohne neuen Stress.
Altersklasse (Age Group)
WettkampfWertungsklassen in 5-Jahres-Schritten (M/W 18–24, 25–29 …) — deine eigentliche Konkurrenz im Triathlon.
Anaerobe Kapazität
TrainingFähigkeit, kurzzeitig hohe Leistung ohne ausreichend Sauerstoff zu erbringen — relevant für Antritte und Sprints.
Anaerobe Schwelle
ZonenMaximale Intensität, die du noch im Laktat-Steady-State halten kannst.
Aquathlon
DistanzenZweikampf aus Schwimmen und Laufen ohne Rad.
Athlete Guide
WettkampfOffizielles Dokument mit allen Regeln und Abläufen eines Wettkampfs.
Aussie Exit
SchwimmenSchwimmstart mit Wasserausstieg und Wiedereinstieg zwischen zwei Runden.
B
Backyard Ultra
WettkampfUltra-Format, bei dem stündlich eine Runde gestartet wird — wer als Letzter übrig bleibt, gewinnt.
Ballaststoffe
ErnährungUnverdauliche Pflanzenfasern — im Alltag Gold wert, vor dem Wettkampf bewusst reduzieren.
Base-Phase
TrainingGrundlagenphase mit überwiegend lockerem Volumen zum Aufbau aerober Kapazität.
Beinschlag (Kraul)
SchwimmenIm Triathlon eher Stabilisator als Antrieb — locker aus der Hüfte, 2er-Rhythmus reicht.
Bonking (Hungerast)
ErnährungAkuter Leistungseinbruch durch leere Glykogenspeicher — der gefürchtete ‚Mann mit dem Hammer‘.
Brick-Workout
TrainingKombinierte Einheit aus Rad und Lauf direkt nacheinander – das Herzstück des Triathlon-Trainings.
Build-Phase
TrainingAufbauphase mit zunehmender Intensität und wettkampfnahen Reizen.
C
Carb-Loading
ErnährungMaximierung der Glykogenspeicher in den letzten 1–3 Tagen vor dem Rennen.
Carbon-Schuh
MaterialLaufschuh mit Carbonplatte für mehr Ökonomie.
Carbs pro Stunde
ErnährungKohlenhydratzufuhr pro Stunde – zentrale Kennzahl der Race Nutrition.
Casein
ErnährungLangsam verdauliches Milchprotein — versorgt die Muskeln über Stunden, ideal am Abend.
CdA (Luftwiderstandsfläche)
RadfahrenDie Kennzahl deiner Aerodynamik — bei über 30 km/h geht der Großteil deiner Watt in den Wind.
Coggan-Zonen
Radfahren7-Zonen-Modell für leistungsbasiertes Radtraining nach Andrew Coggan – der wissenschaftliche Standard im Radsport.
Cool-down (Auslaufen)
TrainingLockeres Ausklingen nach intensiver Belastung — der sanfte Übergang in die Regeneration.
Cooper-Test
Diagnostik12 Minuten maximal weit laufen — der einfachste Fitnesstest der Welt, direkt in VO₂max umrechenbar.
CSS
SchwimmenCritical Swim Speed – die Schwellengeschwindigkeit im Schwimmen.
CSS Schwimmen
SchwimmenCritical Swim Speed – Schwellengeschwindigkeit im Becken oder Freiwasser.
CSS-Test
SchwimmenCritical Swim Speed — schwimmspezifischer Schwellentest.
Cut-off-Zeit
WettkampfMaximale Zeit, in der Streckenabschnitte erreicht werden müssen.
D
Dämpfung
MaterialStoßabsorbierende Eigenschaft eines Laufschuhs.
Dehnen (statisch & dynamisch)
RegenerationDynamisch vor dem Training, statisch (wenn überhaupt) danach — und keine Wunder erwarten.
Dehydration
ErnährungFlüssigkeitsmangel durch Schwitzen — ab ~2 % Körpergewichtsverlust sinkt die Ausdauerleistung spürbar.
Deload-Woche
TrainingGeplante Erholungswoche mit reduziertem Volumen alle 3–4 Wochen.
DNF
WettkampfDid Not Finish – Aufgabe oder Disqualifikation nach Cut-off.
DNS
WettkampfDid Not Start – Athlet ist gemeldet, aber nicht gestartet.
DPS
SchwimmenDistance per Stroke – zurückgelegte Strecke pro Armzug.
Drafting
RadfahrenWindschattenfahren – im Triathlon (außer ITU-Kurzdistanz) verboten.
DSQ
WettkampfDisqualifikation wegen Regelverstoßes.
DTU (Deutsche Triathlon Union)
OrganisationNationaler Dachverband für Triathlon in Deutschland.
Duathlon
DistanzenZweikampf aus Laufen und Radfahren in der Reihenfolge Lauf–Rad–Lauf.
E
Eisbad & Kältetherapie
RegenerationKaltes Wasser nach der Belastung: hilft akut zwischen Wettkampfeinsätzen — kann aber Trainingsanpassungen dämpfen.
Eisenmangel & Ferritin
ErnährungDer häufigste Nährstoffmangel bei Ausdauersportlern — macht müde und langsam, bevor das Blutbild „richtig“ schlecht ist.
Elektrolyte
ErnährungMineralstoffe (Na, K, Mg, Ca), die Nerven- und Muskelfunktion regulieren.
Energie-Gel
ErnährungKonzentrierte Kohlenhydrate im Portionsbeutel — die Standard-Verpflegung im Wettkampf (20–40 g Carbs pro Gel).
Even Split
WettkampfWettkampfstrategie mit gleichmäßiger Pace über die gesamte Distanz.
F
Fahrtspiel (Fartlek)
TrainingUnstrukturiertes Spiel mit Tempo — wechselnde Intensitäten ohne festes Schema.
Fett (Nährstoff)
ErnährungDer Energieträger mit 9 kcal/g — wichtig für Hormone und lange, ruhige Einheiten; im Wettkampf eher Bremse.
Fettstoffwechsel
ErnährungEnergiegewinnung aus Fettsäuren – dominant in niedrigen Intensitäten.
Finisher
WettkampfWer die Ziellinie innerhalb des Zeitlimits überquert — beim ersten Mal das einzig wahre Ziel.
Flossband / Tissue Flossing
MaterialKurzfristige, intensive Kompression an Gelenken oder Muskeln mit elastischem Latexband.
Flying Mount & Dismount
WettkampfFliegend aufs Rad springen und abspringen — die Zirkusnummer der Wechselzone, die Sekunden spart.
Foam Rolling (Faszienrolle)
RegenerationSelbstmassage mit der Hartschaumrolle — verschafft kurzfristig Beweglichkeit und Wohlgefühl.
Freiwasserschwimmen
SchwimmenSchwimmen in See, Fluss oder Meer — eigene Disziplin mit Sichten, Wellen, Kälte und Orientierung.
Fructose
ErnährungFruchtzucker, der parallel zu Glukose aufgenommen werden kann.
FTP
RadfahrenFunctional Threshold Power – die Leistung, die du eine Stunde lang halten kannst.
FTP-Test
RadfahrenStandardisierter Test zur Bestimmung der Functional Threshold Power.
Fußaufsatz
LaufenWie der Fuß den Boden trifft: Ferse, Mittelfuß oder Vorfuß.
Fußmuskulatur
TrainingTiefe Muskelschichten im Fuß, die Stabilität und Knieachse beim Laufen beeinflussen.
G
Glykämischer Index (GI)
ErnährungWie schnell ein Lebensmittel den Blutzucker ansteigen lässt — hoher GI rund ums Training, niedriger im Alltag.
Glykogen
ErnährungSpeicherform von Glukose in Leber und Muskel – primärer Treibstoff bei harter Belastung.
Grundumsatz (BMR)
ErnährungDie Energiemenge, die dein Körper in völliger Ruhe verbraucht — die Basis jeder Kalorienrechnung.
H
Herzfrequenzvariabilität (HFV / HRV)
TrainingVariation der Zeit zwischen einzelnen Herzschlägen.
HF-Drift (Cardiac Drift)
ZonenDer schleichende Pulsanstieg bei konstantem Tempo — Ermüdungs- und Hitzeindikator in einem.
HFmax
ZonenDie maximale Herzfrequenz, die ein Sportler erreichen kann.
HFmax-Test
TrainingMaximaltest zur Bestimmung der maximalen Herzfrequenz.
HFR / Karvonen-Formel
ZonenHerzfrequenzreserve als Basis für individuelle Trainingszonen.
Hitzetraining
TrainingGezielte Anpassung an Wärme über Plasmavolumen, Schweißrate und Thermoregulation — relevant für heiße Wettkämpfe wie Frankfurt, Lanzarote, Kona oder Tallinn.
Höhentraining
TrainingTraining oder Schlafen in 1.800–2.500 m Höhe — mehr rote Blutkörperchen für mehr Sauerstofftransport.
Hydrogel (Maurten)
ErnährungPatentierte Gel-Technologie für hohe Kohlenhydratverträglichkeit.
Hyponatriämie
ErnährungGefährlich niedriger Natriumspiegel durch zu viel reines Wasser bei langen Wettkämpfen — die unterschätzte Gegenspielerin der Dehydration.
I
Insulin
ErnährungDas Speicherhormon: schleust Zucker aus dem Blut in Muskeln und Leber — nach dem Training dein Verbündeter.
Intensity-Phase
TrainingHochintensive Phase mit VO2max- und Schwellenreizen.
Intervalle
LaufenWechsel zwischen harten Belastungs- und Erholungsphasen zur Reizsetzung.
Intervallfasten (16:8)
ErnährungEssenszeitfenster statt Diät — z. B. 16 Stunden Pause, 8 Stunden Essenszeit. Für Sportler mit Vorsicht zu kombinieren.
Isotonisches Getränk
ErnährungSportgetränk mit ähnlicher Teilchenkonzentration wie das Blut — liefert Flüssigkeit, Kohlenhydrate und Natrium gleichzeitig.
K
Kadenz
LaufenSchritte pro Minute beim Laufen.
Kadenz (Laufen)
LaufenSchritte pro Minute – wichtiger Effizienzfaktor beim Laufen.
Kaloriendefizit
ErnährungWeniger Energie zuführen als verbrauchen — der einzige Mechanismus, über den Abnehmen funktioniert.
Karvonen-Formel
ZonenBerechnungsmethode für Trainingszonen, die den Ruhepuls einbezieht. HFR = HFmax − Ruhepuls.
kcal vs. kJ
ErnährungZwei Energiemaßeinheiten – 1 kcal entspricht 4,184 kJ.
Klickpedale
MaterialPedalsystem, in das spezielle Schuhe einrasten – für effiziente Kraftübertragung.
Klickpedale (Material)
MaterialKlickpedale aus Materialsicht – wichtige Schnittstelle zwischen Schuh und Antrieb.
Knieachse
TrainingBewegungslinie aus Hüfte, Knie und Fuß. Häufige Ursache vieler Knieprobleme.
Koffein
ErnährungDas am besten belegte legale leistungssteigernde Mittel im Ausdauersport — 3–6 mg pro kg Körpergewicht, 45–60 Min vor Belastung.
Kohlenhydrate
ErnährungDer wichtigste Treibstoff für intensives Ausdauertraining — gespeichert als Glykogen in Muskeln und Leber.
Kraulen vs. Brust
SchwimmenIm Triathlon ist Kraul die Standardtechnik – Brust nur als Notfalloption.
Kreatin
ErnährungDas meistuntersuchte Supplement für Kraft und Sprints — auch für Ausdauersportler zunehmend interessant.
L
Laktat
DiagnostikDas Stoffwechselprodukt intensiver Belastung — kein „Abfall“, sondern Brennstoff und der wichtigste Marker der Leistungsdiagnostik.
Laktatschwelle
ZonenBelastungsintensität, bei der Laktatproduktion und -abbau gerade noch im Gleichgewicht stehen.
Laktattest
TrainingStufentest mit Blutentnahmen zur Bestimmung der Laktatkurve.
Langdistanz / IRONMAN
DistanzenKönigsdistanz: 3,8 km Schwimmen, 180 km Rad, 42,2 km Lauf.
Lauf-ABC
LaufenTechnikübungen wie Kniehebelauf, Anfersen und Sprunglauf — das Techniktraining der Läufer.
Laufanalyse
LaufenVideo- oder Druckmess-Analyse deines Laufstils.
Laufökonomie
LaufenWie viel Energie du für ein bestimmtes Tempo brauchst — neben VO₂max der zweite große Hebel der Laufleistung.
Leistungsdiagnostik
ZonenStandardisierter Test zur Bestimmung individueller Trainingszonen.
Leistungsumsatz & Gesamtumsatz (TDEE)
ErnährungGrundumsatz plus Alltag plus Training = dein tatsächlicher Tagesverbrauch.
Long Run
LaufenDie lange Dauerlaufeinheit der Woche – Grundpfeiler der Lauf-Vorbereitung.
LT1 (Aerobe Schwelle)
ZonenErste Laktatschwelle: Intensität, bei der Laktat erstmals leicht über Ruhewert steigt (~1,5–2 mmol/l).
LT2 (Anaerobe Schwelle)
ZonenZweite Laktatschwelle: maximale Intensität im Laktat-Gleichgewicht (~3,5–4 mmol/l).
LTHR (Laktatschwellen-Herzfrequenz)
ZonenHerzfrequenz an der anaeroben Schwelle. Wird im Friel-Modell als Basis aller Zonen verwendet.
M
Magnesium
ErnährungMineralstoff für Muskel- und Nervenfunktion — der Klassiker gegen (vermeintliche) Krämpfe.
Makronährstoffe (Makros)
ErnährungDie drei Energielieferanten der Ernährung: Kohlenhydrate, Eiweiß (Protein) und Fett.
Maltodextrin
ErnährungSchnell verfügbarer Glukose-Polymer – Standardkohlenhydrat in Sportgetränken.
Massagepistole
RegenerationPunktuelle Vibrationsmassage per Gerät — angenehm und praktisch, wissenschaftlich ähnlich wie Foam Rolling einzuordnen.
Meal Prep
ErnährungMahlzeiten für mehrere Tage im Voraus kochen — spart Zeit und macht gesunde Ernährung planbar.
Medial Tibial Stress Syndrome (MTSS)
LaufenMedizinischer Begriff für Shin Splints. Überlastungsproblem an der Schienbeininnenkante.
MET
TrainingMetabolisches Äquivalent – Energieumsatz einer Aktivität relativ zum Ruheumsatz.
Mitteldistanz / 70.3
DistanzenHalbe IRONMAN-Distanz: 1,9 km Schwimmen, 90 km Rad, 21,1 km Lauf.
Muskelkater (DOMS)
RegenerationDer verzögert einsetzende Muskelschmerz 24–72 h nach ungewohnter Belastung — harmlos, aber ein Signal.
N
Natrium
ErnährungWichtigster Elektrolyt im Schweiß – essentiell für lange Belastungen.
Negative Split
WettkampfWettkampfstrategie, bei der die zweite Hälfte schneller absolviert wird als die erste.
Neoprenanzug
MaterialSchwimmanzug aus Neopren, der Auftrieb und Wärme bietet.
Neutraler Laufstil
LaufenFuß rollt mit moderater Pronation gleichmäßig ab.
Normalized Power (NP)
RadfahrenDie „gefühlte“ Durchschnittsleistung einer Radeinheit — gewichtet harte Spitzen stärker als der simple Schnitt.
Nüchterntraining
TrainingLockeres Training vor dem Frühstück mit leeren Kohlenhydratspeichern — gezielter Reiz für den Fettstoffwechsel.
O
Olympische Distanz
DistanzenKlassische Distanz: 1,5 km Schwimmen, 40 km Rad, 10 km Lauf.
Omega-3-Fettsäuren
ErnährungEntzündungsregulierende Fettsäuren aus fettem Fisch, Leinöl und Walnüssen — Baustein der Regenerationsernährung.
Orthopäde
TrainingFacharzt für den Bewegungsapparat. Erste Anlaufstelle bei wiederkehrenden Schmerzen.
Over-Unders
TrainingIntervallform, die kontrolliert über und unter der Laktatschwelle pendelt.
Overstriding (Überschritt)
LaufenLandung mit gestrecktem Bein weit vor dem Körper — bremst bei jedem Schritt und erhöht die Stoßbelastung.
P
Pace
LaufenGeschwindigkeit ausgedrückt als Zeit pro Distanz (z. B. min/km).
Pacing
WettkampfBewusste Tempoeinteilung über die Renndistanz — Schlüssel für Bestzeiten und Wettkampfsicherheit.
Paddles
SchwimmenHandflächen-Vergrößerer für mehr Druck im Wasser — Kraftgerät und Technik-Feedback in einem.
PB / PR (Personal Best)
WettkampfPersönliche Bestzeit — der ehrlichste Gegner im Ausdauersport bist du selbst von vor einem Jahr.
Peak-Phase
TrainingLetzte Schärfungsphase unmittelbar vor dem A-Wettkampf.
Penalty Box
WettkampfStrafzeitbox für Regelverstöße auf der Rad- oder Laufstrecke.
Periodisierung
TrainingSystematische Gliederung des Trainingsjahres in aufeinander aufbauende Phasen.
Physiotherapie
TrainingAktive Behandlung von Beschwerden des Bewegungsapparates durch Übungen und Mobilisation.
Polarized Training
TrainingTrainingsmodell mit klarer Polarisierung: ~80 % sehr locker (Z1–Z2), ~20 % sehr hart (Z4–Z5), mittlere Intensität wird vermieden.
Positive Split
WettkampfVerlauf, bei dem die zweite Hälfte langsamer ist als die erste – meist ungeplant.
Powermeter
RadfahrenMessgerät zur Erfassung der tatsächlichen Tretleistung in Watt.
Progression
TrainingEinheit oder Intervall, in dem die Intensität kontinuierlich ansteigt.
Pronation
LaufenNatürliche Einwärtsbewegung des Fußes beim Abrollen.
Protein (Eiweiß)
ErnährungDer Baustoff für Muskeln und Reparaturprozesse — Ausdauersportler brauchen 1,6–2,2 g pro kg Körpergewicht täglich.
Pull Buoy
SchwimmenSchaumstoff-Schwimmhilfe zwischen den Oberschenkeln — hebt die Beine und isoliert den Armzug.
Pyramidenintervall
TrainingIntervalle mit auf- und absteigender Belastungsdauer in Form einer Pyramide.
R
Radschuhe
MaterialSteife Schuhe mit Cleat-Aufnahme für maximale Kraftübertragung.
Ramp-Test
DiagnostikStufenförmiger Leistungstest am Rad zur FTP-Bestimmung. Maximale 1-Minuten-Leistung × 0,75 = FTP.
RED-S (Relatives Energiedefizit im Sport)
ErnährungChronisch zu wenig Energie für das Trainingspensum — schadet Hormonen, Knochen und Leistung. Betrifft Männer wie Frauen.
Regeneration
RegenerationDie Erholungsphase, in der der Körper Trainingsreize verarbeitet — hier entsteht die eigentliche Leistungsverbesserung.
Riegel-Formel
LaufenSchätzformel zur Berechnung von Zielzeiten zwischen Distanzen.
Roll-down (Slot-Vergabe)
WettkampfNimmt ein qualifizierter Athlet seinen WM-Slot nicht an, „rollt“ er zum Nächstplatzierten der Altersklasse weiter.
Rollentrainer (Smart Trainer)
RadfahrenDas Rad wird zum Indoor-Ergometer — wattgenaues Training unabhängig von Wetter und Ampeln.
Rolling Start
WettkampfGestaffelter Schwimmstart in kleinen Gruppen über mehrere Minuten.
Rolling Start (Wettkampf)
WettkampfSelf-seeded gestaffelter Schwimmstart im IRONMAN.
Rollwende
SchwimmenDie Purzelbaum-Wende der Kraulschwimmer — schneller als Anschlagen, mit Übung auch entspannter.
Rollwiderstand
RadfahrenDer Energieverlust zwischen Reifen und Asphalt — mit gutem Reifen und richtigem Druck sind 10–20 Watt drin.
RPE
TrainingRate of Perceived Exertion – subjektive Anstrengungsskala 1–10 oder 6–20 (Borg).
Ruhepuls
ZonenHerzfrequenz in völliger Ruhe – ein Indikator für Fitness und Erholung.
S
Sauna
RegenerationEntspannung mit Nebenwirkung Hitzeanpassung — regelmäßige Saunagänge verbessern nachweislich die Wärmetoleranz.
Schrittlänge
LaufenDistanz zwischen zwei aufeinanderfolgenden Bodenkontakten.
Schweißrate
DiagnostikWie viel Flüssigkeit du pro Stunde Belastung verlierst — Basis für deine Trinkstrategie.
Schwellenintervall
TrainingIntervalle an oder knapp unter der individuellen Laktatschwelle (Z4).
Shin Splints
LaufenSchmerzen entlang des Schienbeins, häufig bei Läuferinnen und Läufern nach Belastungssteigerung.
Sichten
SchwimmenOrientierung im Freiwasser durch kurzes Anheben des Kopfes.
Sleep Score
TrainingBewertung der Schlafqualität durch Sportuhren und Tracker.
Slot Kona
WettkampfStartplatz für die IRONMAN-Weltmeisterschaft auf Hawaii.
Special Needs Bag
WettkampfDer persönliche Verpflegungsbeutel bei Langdistanzen — bei der Hälfte von Rad- und Laufstrecke abholbar.
Spiroergometrie
TrainingAtemgasanalyse zur Bestimmung von VO2max und Stoffwechsel.
Sportmedizinische Untersuchung
DiagnostikDer Gesundheits-TÜV für Sportler: Herz-Kreislauf-Check, Belastungs-EKG und Blutbild — besonders vor dem ersten großen Wettkampf.
Sprint-Distanz
DistanzenKürzeste Standarddistanz: 750 m Schwimmen, 20 km Rad, 5 km Lauf.
Sprintintervall
TrainingSehr kurze, maximale Belastungen (10–30 s) mit langen Pausen.
Stabilitätsschuh
MaterialLaufschuh mit Stützelementen gegen Überpronation.
Staffel-Triathlon
WettkampfDrei Athleten, drei Disziplinen, ein Team — der entspannteste Einstieg in die Triathlon-Welt.
Startnummernband
MaterialElastisches Band zum schnellen Anlegen der Startnummer beim Wechsel.
Stressfraktur
TrainingKleiner Ermüdungsbruch durch wiederholte Überlastung.
Stride
LaufenSchrittlänge – Produkt aus Beinkraft, Hüftbeweglichkeit und Vortrieb.
Superkompensation
TrainingDas Grundprinzip allen Trainings: Nach Belastung und Erholung steigt die Leistungsfähigkeit über das Ausgangsniveau.
Supersprint
DistanzenDie kürzeste Triathlon-Distanz (~400 m Schwimmen, 10 km Rad, 2,5 km Laufen) — in unter einer Stunde erledigt.
Supination
LaufenAuswärtsbewegung des Fußes — das Gegenteil der Überpronation.
Sweet Spot
RadfahrenBelastungsbereich von 88–94 % FTP. Hoher Trainingsreiz bei moderater Ermüdung – die effizienteste FTP-Steigerung pro Trainingsstunde.
SWOLF
SchwimmenSwim + Golf: Summe aus Zeit und Zugzahl auf einer Bahn – Effizienzkennzahl.
T
T1
WettkampfErster Wechsel im Triathlon: vom Schwimmen aufs Rad.
T2
WettkampfZweiter Wechsel im Triathlon: vom Rad zum Laufen.
Tanaka-Formel
ZonenGenauere Schätzung der HFmax: 208 − 0,7 × Alter.
Taper
TrainingReduktion des Trainingsumfangs vor dem Wettkampf zur vollständigen Erholung.
Tempolauf
LaufenLauf in Schwellennähe über 20–60 Minuten – härtester Reiz unterhalb VO2max.
Train High
ErnährungTraining mit voll gefüllten Kohlenhydratspeichern für intensive Einheiten.
Train Low
ErnährungTraining mit niedrig gefüllten Kohlenhydratspeichern zur Förderung des Fettstoffwechsels.
Train the Gut
ErnährungGezieltes Training des Magen-Darm-Traktes für hohe Race-Carb-Zufuhr.
Trainer
CoachingPerson, die deinen Trainingsprozess plant, steuert und begleitet.
Trainingsbereiche
ZonenIn Zonen unterteilte Intensitätsstufen für gezieltes Training.
Trainingslager
TrainingKonzentrierter Trainingsblock in Sonne und Bergen — 30–50 % mehr Umfang, danach bewusst erholen.
Trainingsload (TSS, CTL & Co.)
TrainingKennzahlen, die Umfang und Intensität zu einer Belastungszahl verrechnen — die Sprache von TrainingPeaks & Co.
Trainingspartner
CoachingPerson, mit der du regelmäßig gemeinsam trainierst.
Trainingswissenschaft
TrainingWissenschaftliche Disziplin, die Trainingsmethoden, Adaptation und Leistungsentwicklung systematisch untersucht.
Trainingszonen
ZonenIntensitätsbereiche (meist 5–7 Zonen), die Training nach Herzfrequenz, Pace oder Watt steuern.
Trisuit
MaterialEinteiler aus schnelltrocknendem Material, der in allen drei Disziplinen getragen wird.
Trittfrequenz
RadfahrenUmdrehungen der Kurbel pro Minute (rpm) – wichtiger Effizienzfaktor.
TT-Bike
MaterialZeitfahrrad mit aerodynamischer Geometrie für maximale Effizienz.
Tubeless-Reifen
RadfahrenReifen ohne Schlauch, abgedichtet mit Milch — weniger Pannen, weniger Rollwiderstand, mehr Komfort.
Ü
Überlastung
TrainingBelastung, die größer ist als die aktuelle Anpassungsfähigkeit des Körpers.
Überpronation
LaufenÜbermäßiges Einknicken des Fußes nach innen.
Übertraining (OTS)
RegenerationChronisches Missverhältnis von Belastung und Erholung — Wochen bis Monate Leistungsabfall trotz (oder wegen) harten Trainings.
U
V
Verein
CoachingOrganisierte Gemeinschaft mit Trainings, Trainern und Wettkampfanschluss.
Vitamin D
ErnährungDas Sonnenvitamin — wichtig für Knochen, Immunsystem und Muskelfunktion; im Winter fast immer knapp.
VO2max
ZonenMaximale Sauerstoffaufnahmekapazität – einer der wichtigsten Ausdauerparameter.
VO2max-Intervall
TrainingKurze, harte Intervalle in Z5 zur Verbesserung der maximalen Sauerstoffaufnahme.
Volkstriathlon
DistanzenVereinfachte Einstiegsdistanz, typisch 500/20/5 oder 400/20/5.
Volumen vs. Intensität
TrainingDas Spannungsfeld zwischen Trainingsumfang und -härte.
W
W/kg
RadfahrenWatt pro Kilogramm Körpergewicht – Schlüsselmetrik besonders bei Bergfahrten und im Vergleich zwischen Athleten.
Warm-up (Aufwärmen)
Training10–20 Minuten progressive Vorbereitung — macht Muskeln, Gelenke und Kopf bereit für Qualität.
Wasserlage
SchwimmenWie hoch und flach dein Körper im Wasser liegt — der größte Hebel für schnelleres Schwimmen.
Watt
RadfahrenEinheit der mechanischen Leistung am Pedal – objektives Maß für Radleistung.
Wechselzone
WettkampfBereich, in dem T1 und T2 stattfinden – exakt geregelt durch Wettkampfvorschriften.
Wetsuit-legal
WettkampfWassertemperatur, ab der Neoprenanzüge erlaubt sind oder verboten werden.
Whey Protein
ErnährungSchnell verdauliches Molkenprotein — der praktische Eiweiß-Baustein direkt nach dem Training.
Wundscheuern (Chafing)
MaterialAufgescheuerte Haut durch Reibung an Nähten, Trägern oder Oberschenkeln — klein, aber rennentscheidend.